Reisebericht über die Fahrt der LandFrauen nach Hitzacker vom 14. bis 16.06.2019

 Am 14.06.2019 begaben sich 10 LandFrauen von Neumünster aus mit dem Zug auf Reisen. Ziel war Hitzacker. Auf dem Bahnsteig wünschten wir einigen Jagdhornbläsern alles Gute, sie waren auf dem Weg zum Bundesentscheid, der in Hessen stattfand. Unsere Fahrt ging also über Hamburg (umsteigen) und Lüneburg (umsteigen u. auf die andere Seite des Bahnhofs wechseln) ins Ziel. Hitzacker ist eine Elbe-Stadt und wurde während der Regentschaft Heinrich des Löwen gegründet. U.a. wird als bedeutende Persönlichkeit auf Claus von Amsberg, Vater des heutigen Königs der Niederlande, der hier geboren wurde, hingewiesen. Oberhalb von Hitzacker gibt es einen märchenhaften Weinberg. Dort hatten sich der Sage nach Weinberg-Zwerge angesiedelt. Sie waren der Stadt ein Segen, sind aber wohl nach Osten abgewandert. Der Hitzackeraner Zwergenring hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gnome zurück zu holen. (Näheres unter www.elbtalaue.de) Wir fanden u.a. „Gelato“, den Eiszwerg. Der Weinberg bietet übrigens auch einen herrlichen Blick auf die denkmalgeschützte Stadtinsel Hitzackers mit historischen Fachwerkhäusern. Die Stadtinsel ist von der Jeetzel umgeben, die in die Elbe mündet.

 

Nachdem wir in Hitzacker ankamen, unsere Zimmer im Schillers bezogen und unsere Fahrräder übernommen hatten, starteten wir zu unseren ersten Tour. Es ging durch Hitzacker über eine Brücke rechtselbisch an die Elbe – rechts lang. Erstaunt waren wir über die Naturvielfalt, die die Elbtalauen zu bieten hatten. Einen guten Blick über die Elbe hatten wir bei einer Kaffeerast bei den Elbterrassen. Störche und ein Rotmilan begleiteten unseren Weg. In Damnatz besichtigten wir die Fachwerkkirche von 1617 und genossen im Gasthaus Sonnenhof ein leckeres Essen. Der Abend klang im Hof unseres wunderbaren Gasthauses in geselliger Runde bei Würfelspielen aus.

Am 15.06.2019 starteten wir nach einem ausgiebigen frisch zubereiteten Frühstück und einem herniedergegangenen Gewitter am Konferenztisch des Salons, schrieben einen Teil des Berichtes und beratschlagten demokratisch, wohin wir fahren wollten. Wir setzten mit der Fähre über die Elbe nach Bitter über und folgten dem Storchen-Weg auf der anderen –Seite, also linkselbisch - aber rechts lang. Im Bereich des Dorfes Wehningen fanden wir einen Torbogen als Überrest eines abgerissenen Schlosses. In der Republik Rütherberg entdeckten wir einen Gedenkstein, der an Grenzopfer der ehemaligen DDR erinnerte. Bei einer Rast mit einer frischen Holunderschorle machte uns die Wirtin darauf aufmerksam, dass der Weg an der Löcknitz ein Schönerer sei, als der von uns Vorgesehene. Wir folgten ihrem Rat und fuhren an der Schleuse in Dömitz ein. „Hier muss Zoll gezahlt werden“, begrüßte uns ein Einheimischer, freundlich aber bestimmt. Es war früher eine Zoll-Stelle. Nach einem leckeren Eis fuhren wir weiter zur Festung und konnten dort noch einem Brautpaar Glück wünschen. Wir traten über die neue Brücke von Dömitz den Rückweg an. Mittlerweile mussten wir kräftig in die Pedalen treten, da es ziemlich stürmisch war. In einiger Entfernung konnten wir sogar ein paar Nandus ausfindig machen. Nachdem unser Popo dann sagte, „es reicht jetzt“, nahmen wir in Hitzacker in der Drawehner Torschenke an der Jeetzel unser Abendessen ein.

Am 16.06.2019, einem herrlichen Sonntag, begannen wir unsere Tour auf der anderen Seite Hitzackers. Es ging am Weinberg und am Hochseilgarten vorbei und die Strecke begann hügelig. Zeitweise mussten wir schieben (Fahren war nicht erlaubt), als uns ein Einheimischer Fahrradfahrer entgegensauste und rief: “Fahrrad fahren ist hier verboten“. Dabei lachte er. Unser Ziel war es, an der Elbe linkselbisch links lang zu fahren. Als dann aber Steigungen und Gefälle der Strasse von bis zu 13 % angezeigt wurden, drehten wir um, setzten wieder über die Elbe mit unserem netten Fährmann über und fuhren ab Bitter rechtselbisch links lang. Weit und breit nur Elbe und Deich und ab und an ein Haus und wenige Radfahrer. Einen wunderschönen Bauerngarten konnten wir betrachten und endlich – es ankerte ein Elbkahn auf der Elbe. Unsere Zeit der Abreise rückte näher und so drehten wir um und fuhren nach Hitzacker zurück. Ein wunderbares Wochenende klang bei einem leckeren Eis im Venezia aus. Wir sagen allen, die dazu beigetragen haben ein herzliches Dankeschön.